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Auto Schmid Golfturnier 2015

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Ein junger Mann parkiert sein rostiges Velo vor der Neuwagenausstellung. Mangels eines Seitenständers, lehnt er es vorsichtig an den neuen Mercedes SL 500 vor dem Showraum, er ist offensichtlich bemüht, den durch das Pedal verursachten Kratzer an der Fahrertüre so klein wie möglich zu halten.

 

Der Jungverkäufer begrüsst den Interessenten.

 

„Guten Tag Herr Doktor, womit kann ich Ihnen dienen, sicherlich haben Sie Interesse an einem schönen Mercedes.“

Dem Verkaufschef wird sein Hemdkragen ein erstes Mal eng – er interveniert:

 

„Dieser junge Mann kann unmöglich Doktor sein“, korrigiert er den Jungverkäufer,

„der ist doch noch nicht einmal im Besitze eines Führerausweises!“

 

„Aber der sieht doch aus als könnte er einmal Doktor werden“, kontert der Junge.

„Sie haben doch gesagt, Chef, man soll dem Kunden schmeicheln, und Doktor hören doch alle gern, zudem soll man dem Kunden mit viel Empathie begegnen!“

 

Der Hemdkragen des Chefs sitzt nun noch enger.

 

„Darf ich Sie etwas fragen“, meint der Velofahrende Interessent.

„Ich wollte eigentlich nur wissen wo ich die Entzugsanstalt für Alkoholkranke finde, sie soll hier in der Nähe sein, ich möchte nämlich meine Eltern besuchen“.

 

Der Jungverkäufer wittert seine Chance

„Kein Problem, das trifft sich ja hervorragend, ich werde Sie hinfahren, wir nehmen dann gleich den Mercedes S 63 AMG meines Chefs, der wird ihren Eltern sicherlich gefallen, und mit einem Augenzwinkern zum Chef, „ Die Kaufverträge nehme ich dann auch gleich mit!“

 

Unerklärliche rote Flecken zeigen sich auf dem Gesicht des Chefs, sein Atem geht keuchend.

Der Jungverkäufer frohlockt,

„Chef, ich verstehe Ihre Freude, ich schlage vor, dass wir sofort einen weiteren S 63 AMG an Lager bestellen.“

 

Die Glücksgefühle werden noch stärker, sie überwältigen den Chef dermassen, er muss sich setzen und ringt nach Luft, „hier Chef, ein Glas Wasser meint die aufmerksame Sekretärin, „ sie reicht ihm das Glas, „Bitte kein Wasser, einen doppelten Whisky brauche ich jetzt.“

 

„Ich nehme dann auch gleich einen doppelten “, gluckst der velofahrende Interessent an der Bar, und dem Jungverkäufer zugewandt,

„Meine Eltern würden es ausserordentlich schätzen, auch eine Flasche Whisky zu erhalten, für jeden eine natürlich.“

 

Ein Herr mittleren Alters betritt den Showraum

Der Autoverkäufer zum jungen Interessenten: „Nur einen kleinen Moment, ich bin gleich wieder bei Ihnen, “

„Lassen Sie die Flasche Whisky doch hier stehen“, meint der Velopilot, „gerne warte ich noch ein Weilchen, wie ich sehe stehen noch ein paar weitere Flaschen im Regal.“

 

„Den habe ich im Sack“, jubelt es im Innern des Verkäufers, „ neben einem Mercedes S 63 für seine Eltern, verkaufe ich dem doch glatt noch einen Mercedes A 45 AMG!

 

Gestärkt vom Verkaufserfolg und nun sehr selbstbewusst, sein Auftritt gegenüber dem Herrn mittleren Alters.

 

„So, so, auch Sie möchten einen exklusiven Mercedes-Benz kaufen, das dürfte aber schwierig werden, wir haben nämlich lange Lieferfristen, und wissen Sie, ein Mercedes-Benz kostet eine Stange Geld und so wie ich sie einschätze würde ich Ihnen eher einen Occasionswagen empfehlen.

 

Wieder ein Augenzwinkern zum Chef, „da kann man doch einiges von jungen Leuten lernen, nicht wahr Chef!“

 

Apathisch vor Glück sinkt der Chef tief in seinen Ledersessel, die Freude überwältigt ihn dermassen, er ist nicht mehr in der Lage den Schlüssel des S 63 AMG aus der Hosentasche zu befördern.

 

Der junge Herr an der Bar lächelt verständnisvoll, die freundliche Sekretärin, eben damit beschäftigt die zweite Flasche Whisky zu entkorken.

 

„Haben Sie auch eine Toilette“, will der Herr mittleren Alters wissen.

„Da haben Sie mich tatsächlich überfragt, meint der Jungverkäufer, also der Mercedes S 63 meines Chefs hat keine, das weiss ich genau, der muss nämlich laufend pinkeln gehen, und dafür benutzt er soviel ich weiss keine Vorführwagen!

 

Der Chef sinkt noch tiefer ein im Ledersessel, das apathische Glück weicht einem noch glücklicheren Stöhnen.

 

„Ich glaube unser Chef mag so viele gute Nachrichten nicht ertragen, das gefällt mir überhaupt nicht, ruft der Jungverkäufer der Sekretärin zu, „bestelle doch sicherheitshalber den Krankenwagen“.

 

Und zum Chef gebeugt und ins Ohr flüsternd, „dem Rettungsdienst verkaufe ich dann gleich noch einen Sprinter“, und nach einer längeren Gedenksekunde, „führen wir auch Leichenwagen im Programm, Chef“

der Jungverkäufer lächelt vielsagend, „Chef da sehe ich doch eine grosse Chance für einen weiteren Verkauf!“